Steprather Mühle Walbeck

Die älteste voll funktionierende Windmühle Deutschlands

Gründung des Fördervereins

Am 21. Februar 1990 wurde der Förderverein Steprather Mühle Walbeck e.V. als gemeinnütziger Verein ins Vereinsregister eingetragen. Gründungsmitglieder waren Werner Kirking, Helmut Schopmans, Gerd Lange, Hein Klaeßen, Gerd Holtmanns, Harry Beijk, und Hein van Hees. Seit der Gründung hatte der Verein zwischenzeitlich über 250 Mitglieder. Heute wird er von 170 Personen getragen.

Die Gründungsphase war natürlich sehr bewegt. Um die Mühle wieder funktionsfähig zu bekommen, musste geplant, aufgeräumt, gebaut, renoviert und in die Hände gespuckt werden. Finanzmittel mussten beantragt, verwaltet und zielgerichtet ausgegeben werden.

Klinkenputzen gehörte auch dazu. Entscheidend waren die Zuschussbewilligungen der Stadt Geldern und der NRW-Stiftung. Die fachspezifischen Arbeiten führte der Mühlenbauer Harry Beijk aus Afferden/NL aus. Mehr unter: Geschichte.

Im September 1995 war es dann endlich soweit. Die Steprather Mühle konnte wieder in Betrieb genommen werden. Die ehrenamtlichen Mühlenhelfer Hein Klaeßen (+2004) und Jan Schoenmackers (+2015) haben sich auf holländischen Mühlen in die Bedienung von Turmwindmühlen einweisen lassen. Das seit der Wiederinbetriebnahme bestehende Konzept funktioniert bis heute. Die ‚Müller‘ mahlen mit Windkraft Getreide zu Mehl; das Mehl wird vom Gründungsmitglied Gerd Holtmanns zu Brot und Kuchen verarbeitet; zusammen mit ergänzenden Produkten wie Kaffee, Tee, Kakao, selbstgemachter Marmelade, Schmalz etc. sind Brot und Kuchen die Hauptumsatzträger im Mühlencafé. Diese Erlöse bilden neben den Mitgliedsbeiträgen die Grundlage zur Finanzierung der Mühleninstandhaltung.

Jan Schoenmackers und Ludger Kersten schmücken die Mühle

Das alles funktioniert nur, weil sich ein eifriges Team von ca. 30 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in den Dienst der Sache stellt.

Jan Schoenmackers hatte es sich zur Aufgabe gemacht, sein Wissen um die Bedienung der Windmühle rechtzeitig weiter zu geben. So hat er Ludger Kersten und Detlef Franz soweit ausgebildet, dass sie in der Lage sind, mit Windkraft zu mahlen. Detlef Franz hat inzwischen sein Müllerdiplom abgelegt, so dass die Steprather Mühle mit einem echten Müller in die Zukunft geht.